Die Rolle chemischer Medikamente in der modernen Heilkunde

Chemische Medikamente sind chemische Substanzen mit erwünschten und unerwünschten Giftwirkungen. Diese beiden Dinge werden als Wirkung beziehungsweise Nebenwirkung bezeichnet. Man darf jedoch keinesfalls übersehen, daß es sich in jedem Fall um Giftwirkungen handelt.

Ein Beispiel dazu: Ein blutdrucksenkendes Medikament wirkt etwa dadurch, daß es die Muskulatur der Arterien lähmt. Dadurch können diese das Blut nicht halten und es versackt ein wenig, wodurch der Blutdruck sinkt. Wenn man die Sache so betrachtet, wird einem klar, daß es eine Giftwirkung ist, die hier lähmend auf den Organismus einwirkt, und daß es nur eine vorübergehende "Krücke" sein kann, denn diese "Krücke" hilft nur solange, wie der Organismus das Gift noch nicht ausgeschieden hat, denn sobald er es eliminiert, muß man das Präparat erneut einnehmen. Anders gesagt: Der kranke Organismus bekommt Mehrarbeit (das Mittel muß verarbeitet und ausgeschieden werden), und außerdem ist das Medikament bei weitem keine Behandlung des erhöhten Blutdrucks im Sinne einer echten Heilung.

So könnte ich zahllose Chemikalien aufzählen, mit denen Menschen behandelt werden. Wenn man diese Gedanken weiterverfolgt, wird es klar, daß solche Medikamente nur für den akuten Gebrauch akzeptabel sind, also nur um die augenblickliche Gefährdung auszuschalten. Sobald man die Akutgefahr unter Kontrolle hat, sollte man als zweiten Schritt sofort beginnen, die Verhältnisse im Organismus so zu korrigieren und zu verbessern, daß der (vorher vorhandene) gesunde Zustand wieder zurückkehrt. Aber gerade diese zweite Aktion wird heute in der Regel nicht gemacht. Das Ergebnis ist, daß sich der jeweilige Zustand (die Krankheit) weiter verschlechtert, das erfordert den neuerlichen Einsatz von Medikamenten, die den Organismus wieder zusätzlich mit Chemikalien belasten – und so fort. Außerdem verbrauchen die Chemikalien ein Mehr an Vitaminen, ein zusätzlicher Mangel entsteht etc.

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