Chemotherapie aus ganzheitlicher Sicht

Es ist meine persönliche Meinung, dass die Chemotherapie nur deswegen auf den Markt gekommen ist und sich trotz der fehlenden Erfolge so umfassend auf dem Markt hält, weil die Firmen das beste strategische Marketing haben, das ich bisher kennen gelernt habe.

Ich kenne Anträge für Arzneimittel-Zulassungen, die nie und nimmer durchkommen, obwohl die Therapie-Erfolge besser (oder nicht schlechter) sind, und deren Gefährlichkeit bzw. Nebenwirkung viel geringer ist, als die der Chemotherapie bei Krebs. Aber was von diesen einflussreichen etablierten Kreisen kommt, wird offenbar augenblicklich zugelassen, als würde man darauf deren Anträge warten und eine Verbeugung machen, - und man bekommt den Eindruck, dass hier mit völlig unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird.

Wie wir von diversen Statistiken wissen, schätzt man die Heilungsrate durch die Chemotherapie bei Krebserkrankungen zwischen 2 und 4 Prozent ein.

Dazu muss man wissen, dass es 2 - 3 Krebserkrankungen gibt, wo die Chemotherapie in der Lage ist, den gesamten Krebs auszumerzen; dies sind der Hoden-Krebs, der Morbus Hodgkin (eine Art von Lymphdrüsen-Krebs) und einige Krebsarten bei Kindern, z.B. der Wilms-Tumor (Stichwort "Olivia"). Jene 2 - 4 Prozent Heilungen durch Chemotherapie betreffen also diese eher selteneren Krebs-Arten. Ich würde jeden Patienten mit Hodentumor sofort zur Chemotherapie schicken und habe es bisher auch immer getan. Nicht unbedingt, weil ich nichts Besseres habe, - aber bevor ich es ausprobiere, sollte der Patient die erwiesene Chance ergreifen, sich mittels Chemotherapie (bei diesen Krankheiten) heilen zu lassen.

Bei allen anderen Krebserkrankungen, insbesondere bei fortgeschrittenem Leiden verstehe ich die weltweite Ärzteschaft nicht, warum man fast alle Patienten dieser Tortur unterzieht, - in der Hoffnung auf eine Lebensverlängerung von wenigen Wochen. Dieses magere Resultat ergibt sich nämlich aus den vielen Studien. Dabei ist zu erwähnen, dass die Studien, welche von der Pharma-Industrie bezahlt werden, bessere Resultate hervorbringen, als die neutralen. In dem Buch "Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome" von Ulrich Abel von der Universität Heidelberg wurden alle bisherigen Chemotherapie-Studien "auseinandergenommen" und durchleuchtet und mittels Datenerfassung durch Computer berechnet. Das Resultat besagt, dass Chemotherapie in den Fällen der fortgeschrittenen Karzinome keine, bzw. keine nennenswerte Lebensverlängerung bringt, - manchmal sogar ein rascheres Ableben. Nach meiner Erfahrung und Beobachtung profitieren manche Patienten sichtbar durch Chemotherapie, aber offenbar wird dieses relativ gute Resultat durch das raschere Ableben anderer Patienten wieder zunichte gemacht, für welche die Chemotherapie also mehr schadet als sie hilft.

Man kann sich erwarten, dass Chemotherapie nur in circa 30 Prozent der Fälle überhaupt nennenswert anspricht. Damit ist eine kurzzeitige Reduktion der Krebsmasse gemeint. In den restlichen 70 Prozent reagiert der Krebs nicht mit einer Verkleinerung. Dort würde also leider die Belastung des (ohnehin bereits kranken) Organismus im Vordergrund stehen.

In den Fällen, wo Chemotherapie anspricht, ist es regelmäßig zu beobachten, dass dieses erfreuliche Resultat nur von kurzer Dauer ist, - oft wächst der Krebs danach rascher und unnachgiebiger als zuvor, als hätte er durch das Besiegen eines Feindes dazugelernt! Am Ende hat man das Gefühl, dass es aufs Selbe herauskommt.

Da die Schulmedizin nichts anderes hat als die Chemotherapie, versucht man sie bei einem krebskranken Patienten immer wieder, bis dieser stirbt, oder bis man es wegen seines desolaten Zustandes nicht mehr verantworten kann.

Dabei kann man damit rechnen, dass die behandelnden Ärzte - egal was sie sagen - den Patienten längst aufgegeben haben. Dies auch dann, wenn sie ihn mit allen Mitteln dazu überreden wollen, sich der Chemotherapie zu unterwerfen.

Die meisten dieser Patienten haben den Eindruck, dass die Therapie zu dem Zweck gemacht wird, um ihnen das Leben zu retten. Sie trauen sich nicht, das Thema anzuschneiden oder den Arzt zu fragen. Und wenn sie zaghaft in diese Richtung fragen, bekommen sie eine Antwort ohne wirkliche Aussage, sodass ihnen der Eindruck erhalten bleibt, dass die Chemotherapie bei ihnen zu einem wünschenswerten Resultat führen würde.

Vom Blickpunkt des Schulmediziners mag dieses Vorgehen gerechtfertigt sein, weil er nichts anderes hat. Wenn man nichts anderes hat, dann scheint es noch immer die bessere Lösung zu sein, den Patienten zu täuschen und im Glauben zu lassen, dass man etwas tut und dass alles gut laufe.

Aber im Angesicht dessen, dass es andere (den Schulmedizinern offenbar unbekannte) Möglichkeiten gibt, sollte es dem Arzt nicht erlaubt sein, den Patienten bei sich zu behalten und auf diese Weise Gott zu spielen und sein Schicksal zu besiegeln. Speziell wenn er seine Fortbildung nicht ernst nimmt und sie offenbar nur darauf beschränkt, was die Pharma-Industrie anzubieten hat.

Es scheint sich also auch in der Medizin die Konsumgesellschaft breitgemacht zu haben: Man ist auch in der Medizin inaktiv und wartet, was einem angeboten wird. Danach greift man dann. Man vergisst dabei, dass "Anbieter" stets nur ihre Ware anbieten und mit keinem Wort andere Möglichkeiten erwähnen. Man glaubt dann, dass es nur das gibt, was angeboten wird, - und man glaubt, dass die Anbieter stets etwas anbieten, was für den Konsumenten auch gut sei. Nun, genau das stimmt in dieser Welt einfach nicht. Dieses passive Verhalten wird längst von den Anbietern ausgenützt, so dass am Ende ein weltumfassendes strategisches Marketing darauf aufgebaut werden kann.

Auch in der Medizin würde Fortbildung bedeuten, dass man Eigeninitiative ergreifen muss, - sogar entgegen der Interessen anderer, speziell der dauernden Anbieter, die Jahr für Jahr nichts anzubieten haben, es aber mit Getöse tun.

Angesichts dessen, dass größere und bedeutendere Entdeckungen in der Geschichte der Menschheit fast immer von Einzelgängern erreicht wurden und stets heftig vom "Establishment" bekämpft wurden, wäre es eigentlich klar, dass man von den üblichen Anbietern keine weltbewegenden Änderungen mehr erwarten kann. Sie sind ja auch sehr zufrieden, bringt ihnen doch die derzeitige Lage 500 Millionen Dollar pro Tag. Gemessen an den entsetzlich schwachen Resultaten ist es befremdend, dass fast jeder arme Patient damit traktiert wird.

Aus dem Buch "The Cancer Industry" von Ralph W. Moss geht sehr eindrucksvoll hervor, dass die Lobby bisher unglaublich erfolgreich war, alle anderen Bestrebungen von Krebstherapien zu unterbinden - speziell natürlich die erfolgreichen Therapien -, indem diese auf juristischem Wege oder durch Medien kaputt gemacht wurden. Auch das gehört natürlich zu einem guten strategischen Marketing.

Aber eine Firma ist nicht dazu da, um Gutes zu tun, sondern um Geld einzubringen. Wenn das vollbracht ist, gilt es, mehr Geld einzubringen. Daher wird sie alles tun, die Aktionäre oder die Eigentümer zufrieden zu stellen. Sonst werden die Mitarbeiter gefeuert. So kommt es "automatisch", dass das nicht zählt, was gut für die Menschheit wäre. Es ist daher nicht der Pharma-Industrie anzulasten, dass man seit 50 Jahren auf der Stelle tritt, sondern der Medizin, die schläft und nichts anderes tut, als apathisch nuckelnd an der Nabelschnur zur Pharma-Industrie zu hängen.

Es darf jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass Chemotherapie nur schlecht sei. Sie ist brauchbar. Das, was ich kritisiere, ist ein kritikloses Verwenden dieser Behandlungsart, auch wenn man insgeheim weiß, dass sie nicht funktioniert. Eine Umfrage unter Onkologen (Ärzte, die sich auf Chemotherapie spezialisiert haben) hat einmal ergeben, dass sich nur 20 Prozent dieser Ärzte derjenigen Behandlung unterziehen würden, die sie bei den Patienten anwenden. 80 Prozent würden sie ablehnen.

Chemotherapie hat durchaus ihren Platz in der Medizin, aber nur in den Fällen, wo rasche Hilfe nottut, sodass man Zeit gewinnt, um danach eine andere Therapie anwenden zu können. Speziell in Zusammenarbeit mit ganzheitlichen gesundheitsfördernden Behandlungen, welche das Allgemeinbefinden und das Immunsystem schützen, hat Chemotherapie zeitweiligen Nutzen.

Ein Patient mit einem anderen Krebs als Hodenkrebs, Morbus Hodgkin oder Wilms-Tumor, Leukämie (o.ä.), sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Chemotherapie ihn nicht gesund machen wird, sondern nur versucht, die vorhandene Tumormasse kurzzeitig zu verringern.

Unter diesem Licht sollte man auch diejenige Chemotherapie sehen, die sofort im Anschluss an eine Operation verabreicht wird ("adjuvante Chemotherapie"). Man wendet sie deswegen an, weil die Operation ergeben hat, dass mit einiger Wahrscheinlichkeit oder sogar Sicherheit nicht alles entfernt werden konnte. Man sagt dem Patienten meist: "Wir machen "zur Sicherheit" eine Chemotherapie". Es wurde natürlich nie nachgewiesen, dass die Behandlung in solchen Fällen erfolgreich war. Denn wenn danach tatsächlich nichts nachgekommen ist, dann kann der Erfolg genauso gut von der Operation alleine stammen. Meist aber wächst in solchen Fällen nach einigen Monaten bis Jahren die Krebsgeschwulst nach, - und DANN ist man in Schwierigkeiten. (Seltsamerweise macht man dann als "Lösung" wieder eine Chemotherapie, die ja bereits erwiesenermaßen nicht in der Lage war, den Krebs - in einem viel schwächeren Stadium - zu besiegen ... !)

Der Gedankengang, warum man im Anschluss an eine Operation eine Chemotherapie nachfolgen lässt, ist bis zu jenem Punkt richtig, dass etwas Generelles passieren muss, weil sich der Krebs ja ausgebreitet hat. Aber der weitere Gedankengang ist falsch, dass man mit "Vernichtung" alleine zum Ziel kommt.

Der springende Punkt bei dieser Sache ist der, dass Krebs eine allgemeine Erkrankung ist, und man Gesundheit nur durch gesundheitsfördernde Maßnahmen erreichen kann. Man gibt starke Gifte in ein krankes System - in der Erwartung, dass es dadurch gesund wird. Das ist widersinnig. Man müsste nämlich bei dieser Strategie alle Zellen, also auch die allerletzte im allerletzten Winkel vernichten, - dann könnte man vordergründig von Heilung sprechen. Aber das gelingt höchst selten. Ganz ähnlich wie man mit Antibiotika nie alle feindlichen Bakterien vernichten kann, sondern man verringert die Übermacht so weit, dass dann das vorhandene Immunsystem den Rest erledigen kann. Hier liegt übrigens der Grund, warum bei sehr alten Leuten oder sehr schwachen Patienten man etwa eine Lungenentzündung mittels Antibiotika nicht mehrheilen kann, - weil diese Patienten nicht mehr über die eigene Kraft verfügen, mit dem Rest der Bakterien selber fertig zu werden. Ganz ähnlich verhält es sich also bei der Chemotherapie, und hier liegt der Grund, warum sie so eine geringe Heilungs-Chance mitbringt: Man hat das Immunsystem, das den Rest erledigen sollte, zerstört. Und man hat verabsäumt, den Gesamt-Organismus zur Gesundheit, also zur "Krebsfeindlichkeit" zurückzuführen.

Man vergisst in der heutigen Medizin also auf gesundheitsfördernde Maßnahmen, was ein großes Manko ist. Man muss daher in dieser Phase selbständig einen "alternativen" oder ganzheitlichen Arzt aufsuchen, um sich diese Behandlungen nebenher (als Zusatztherapie) geben zu lassen. Was im Speziellen bei der Krebsbehandlung fehlt, ist ein "Umstellungsprogramm", welches dazu dient, aus einem Organismus, der Krebs entwickelt, einen Organismus macht, in welchem Krebs keinen Nährboden vorfindet. Erst ein solcher "in Stand gesetzter Organismus" kann restlichen Krebs wegmachen oder in Schach halten.

Diese Therapien hat es vielfach bereits gegeben und gibt es. Nie mehr wurden sie von der vorherrschenden pharma-orientierten Medizin aufgegriffen, sie stehen in vergessenen und längst vergriffenen Büchern, zum Leidwesen der Patienten, die sich ja vertrauensvoll an die "Experten" gewandt haben.

Es kommt also bei der Chemotherapie auf das umfassende Programm an, das man verfolgt. Von Chemotherapie alleine kann man sich im Normalfall keine Heilung erwarten.

Der Vollständigkeit halber: Es sind noch 2 weitere Variationen zur Chemotherapie zu erwähnen, eine "schulmedizinische", eine, die wir den "alternativen Verfahren" zuzählen müssen.

  1. Die sogenannte Stammzellen-Therapie. Man entnimmt dabei dem Patienten blutbildende Zellen (Stammzellen) und gibt ihm so viel Chemotherapie, dass "kein Kraut mehr wächst". Dies geschieht in der Hoffnung, sozusagen "mit Gewalt" alle Krebszellen abzutöten. Dabei gilt es, eine sehr anfällige Periode zu überstehen, wo der Patient fast ohne Abwehr dasteht. Er muss fast keimfrei gehalten werden und ist dabei sehr infektanfällig. Aber die moderne Medizin kann solche Situation gut meistern, so dass das meistens problemlos vorübergeht. Dann werden dem Patienten seine eigenen Abwehr-Zellen zurückgegeben, die inzwischen gezüchtet oder nur tiefgefroren waren. Diese besiedeln dann das Knochenmark wieder, sodass wieder ein blutbildendes System anwächst und sich die Abwehr wieder bilden kann. Im Falle von Leukämie, wo ja das blutbildende System selbst erkrankt ist (also dem Patienten keine Stammzellen entnommen werden können, weil diese ja krank sind), müssen die Stammzellen von engen Verwandten kommen, die "passen". Wenn keine derartigen Verwandten vorhanden sind, kann diese Therapie nicht gemacht werden.
  2. Die Hyperthermie. Man hat entdeckt, dass Krebszellen höhere Temperaturen (41 - 42 Grad) nicht aushalten. Wenn zusätzlich Chemotherapie gemacht wird, sind die Krebszellen äußerst verletzlich. Daher kombiniert man diese beiden Verfahren gerne. Das geschieht in "alternativen" Kliniken oder auch bei privaten Ärzten. Jedoch gilt auch hier, dass es - wie üblich bei Chemotherapie - nicht gelingt, alle Krebszellen auszumerzen, und so gibt es auch hier nur zeitweiligen Erfolg und keinen anhaltenden.

Abschließend ist also zu sagen, dass die Chemotherapie bei weitem überbewertet wird, dass sie in manchen Fällen tatsächlich mehr nützt als schadet, dass sie genauso in manchen Fällen mehr schadet als nützt, - und dass sie gemeinhin nicht in der Lage ist, Krebs auszumerzen. Also: Achtung bei der Anwendung, denn sie wird zumeist nur deswegen gemacht, weil man glaubt, dass es keine anderen Möglichkeiten gibt. Sie ist bei fortgeschrittenen Karzinomen lediglich in der Lage, eine relativ geringe Lebensverlängerung zu erreichen.

Die "großen Erfolge der Chemotherapie", mit welchen man an die Öffentlichkeit geht, um die öffentliche Meinung zu informieren, wie gut denn die Chemotherapie sei, beschränken sich fast ausschließlich auf den Hodentumor, wo sie tatsächlich die Leben von jungen Männern rettet.

Patienten mit anderen Tumoren, die Heilung statt Lebensverlängerung von ein paar Wochen anstreben, sollten nach meiner Meinung stattdessen einen echten Heilversuch in Angriff nehmen.